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Vorfreude auf SDL Trados Studio 2019 Service Release 2

Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn wir unseren Kunden neue Funktionen und Produktverbesserungen bieten können. Genau das tun wir jetzt mit unserem neuesten Service Release (SR). In Service Release 1 haben wir bereits das Alignment verändert und Unterstützung für die neue Language Cloud-Terminologie hinzugefügt. Daran erkennen Sie, dass SRs in der Regel meist umfangreicher sind als die Hotfixes oder kleineren Verbesserungen, die in kumulativen Updates bereitgestellt werden. Wenn ein neues Service Release bevorsteht, macht es mir Spaß, meinen Kolleginnen und Kollegen im Produktmarketing, im Vertrieb, in der Unternehmensberatung, im Support, bei Professional Services und in anderen Abteilungen die neuen Merkmale und Funktionen der Software vorzustellen und sie dafür zu begeistern. Das gilt auch für Studio 2019 SR2. Das Besondere an dieser Version ist, dass sie einerseits verschiedene innovative, zukunftsweisende Funktionen bietet, andererseits aber auch ein paar nützliche Verbesserungen, die sich bei der täglichen Übersetzungsarbeit bewähren werden. Sehen wir uns die neuen Funktionen einmal etwas genauer an ...

SDL Language Cloud Übersetzungsmanagement wird bald verfügbar – Studio ist bereit

SDL Trados Studio 2019 SR2 ist bereit für die neue SDL Language Cloud Übersetzungsmanagement-Lösung, die derzeit in der Betaversion getestet wird und noch vor Ende des Jahres eingeführt werden soll. Sobald diese wegweisende End-to-End-Plattform für das Lokalisierungsmanagement verfügbar ist, können Sie direkt aus Studio an Language Cloud-Übersetzungsprojekten arbeiten, genau wie bei jedem anderen Projekttyp. Diese Integration eröffnet ganz neue Möglichkeiten, denn Sie erhalten damit direkt in SDL Trados Studio Zugriff auf cloudbasierte Ressourcen, wie z. B. cloudbasierte Translation Memorys und Termbanken sowie die neueste SDL Technologie für neuronale maschinelle Übersetzung. Für mich ist das ein besonders interessanter nächster Schritt, denn die Arbeitsweise mit Studio wird dadurch deutlich erweitert und verändert. Bisher arbeiten die Benutzer hauptsächlich in „dateibasierten“ und „On-Premise-/serverbasierten“ Szenarien. 

Mit dieser neuen Lösung wird es möglich sein, ganz neue Arbeitsweisen in der Übersetzungslieferkette einzuführen – vollständig „cloudbasiert“. Studio war schon immer eine besonders flexible Lösung, die sich in jeden Workflow integrieren lässt und für alle Arten von Aufträgen geeignet ist. Mit der neuesten Veränderung bauen wir dieses Konzept weiter aus und ermöglichen neue Arbeitsweisen. So können Sie die Vorteile beider Methoden nutzen: Sie erhalten einerseits eine cloudbasierte Lösung und andererseits einen funktionsreichen, produktivitätssteigernden Desktop-Client, der sich mit der Cloud verbinden kann. Davon profitieren alle Beteiligten, denn mit dieser Kombination werden nicht nur die Bedürfnisse von Textredakteuren und Auftraggebern berücksichtigt, sondern auch die der Auftragsverarbeiter, die ihre Dateien möglichst produktiv übersetzen und korrigieren möchten. 

Wir halten Sie in den nächsten Monaten weiter auf dem Laufenden, was die Einführung dieser Neuerung angeht. Bis es so weit ist, haben Sie das beruhigende Gefühl, dass Sie mit Studio 2019 SR2 schon jetzt für das SDL Language Cloud Übersetzungsmanagement gerüstet sind. Achten Sie auf weitere Updates! Und das Stichwort „neue Arbeitsweisen“ bringt mich auch schon zum nächsten großen Thema:

Studio 2019 SR2 ist bereit für MultiTrans

SDL Trados Studio ist nicht nur in die oben beschriebenen neuen Abläufe für SDL Language Cloud integriert, sondern kann jetzt auch mit SDL MultiTrans Version 7, die im Juli veröffentlicht wurde, verwendet werden.

Dank dieser Integration können Anwender des SDL MultiTrans-Workflow-Produkts jetzt direkt aus SDL Trados Studio Aufgaben aus MultiTrans öffnen und auf MultiTrans-Ressourcen (TMs und Terminologie) zugreifen. 

Um diese Integration möglich zu machen, haben wir eine neue App entwickelt, die Sie über den SDL AppStore installieren können. Das Plug-in fügt eine neue SDL MultiTrans-Ansicht in SDL Trados Studio 2019 SR2 ein. In dieser Ansicht können Anwender MultiTrans-Projekte mit den dazugehörigen Ressourcen (Textbanken und Termbanken) abrufen, die Projekte bearbeiten und sie anschließend wieder an MultiTrans senden. 

Mit dieser Integration erfüllen wir unser Versprechen, die funktionsreiche SDL MultiTrans-Plattform enger in unsere marktführende Übersetzungssoftware einzubinden, damit MultiTrans-Anwender sämtlich Produktivitätsfunktionen in Studio voll nutzen können, wenn sie MultiTrans-Aufgaben bearbeiten. Das war uns ein wichtiges Anliegen nach dem Zusammenschluss mit DLS im letzten Jahr. Wir werden Sie bald genauer über diese Lösung informieren.

Neue Dateitypen

Dieses Service Release bringt auch im Hinblick auf Dateitypen entscheidende Verbesserungen. Unter anderem haben wir eine neue Generation unseres XML-Dateityps entwickelt, der (von uns? in der Branche?) als XML2 bezeichnet wird. Bei der Entwicklung dieses Dateityps haben wir das Feedback unserer Kunden berücksichtigt, das wir im Laufe der Jahre zum Thema XML-Support erhalten haben. Der neue XML2-Dateityp ist schneller, robuster, leichter zu konfigurieren und flexibler, wenn es um erweiterte Anwendungsbeispiele wie die Verarbeitung eingebetteter Inhalte oder die XML-Validierung geht. Damit unsere Anwender die Migration in ihrem eigenen Tempo durchführen können, wird der neue Dateityp zunächst als Betaversion bereitgestellt und ist eine Zeit lang neben der vorhandenen Version verfügbar. Die Migration ist ganz einfach: Sie können die Einstellungen aus jedem beliebigen bestehenden XML-Dateityp exportieren und sie in einen neuen XML2-Dateityp importieren. Anschließend können Sie die Einstellungen weiter anpassen, um die neuen Funktionen zu nutzen. 

Neben XML2 unterstützen wir jetzt auch das Markdown-Format (das häufig im Zusammenhang mit modernen Entwicklungsplattformen und Quellcode-Datenbanken wie GitHub verwendet wird) sowie eine Betaversion eines brandneuen Dateityps für Adobe Photoshop. Damit zeigen wir aufs Neue, wie wichtig es uns ist, mehr Dateitypen zu unterstützen als jede andere Übersetzungssoftware.

image of SDL Trados Studio 2019 SR2

Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit

Ist das schon alles? Nein, natürlich nicht. Wie immer haben wir auch einige Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit vorgenommen, über die viele sich freuen werden. Zwei dieser Verbesserungen, die übrigens alle in den Versionshinweisen beschrieben sind, stechen für mich besonders hervor, denn wir verwirklichen damit zwei besonders beliebte Vorschläge aus unserer Community (die sich auch die Unterstützung für Adobe Photoshop gewünscht hatte): 

  • Es ist jetzt möglich, die orangefarbenen Start- und End-Tags der einzelnen Dateien auszublenden. Das lohnt sich zum Beispiel, wenn Sie Dateien mit eingebettetem Inhalt haben und jeder Inhaltsabschnitt nur aus wenigen Wörtern besteht. In diesem Fall sind die zu übersetzenden Segmente in einem Meer von orangefarbenen Tags kaum noch erkennbar. Wenn Sie diese Tags ausblenden, wird der Editor viel übersichtlicher, und Sie können sich besser auf die Übersetzung konzentrieren.
  • Die zweite willkommene Verbesserung bezeichnen wir als „intelligentes Ausschneiden und Einfügen“. Wenn diese Funktion erst einmal im Einsatz ist, gleicht Studio Leerzeichen vor Satzzeichen oder benachbarten Wörtern aus, sodass Sie nach dem Einfügen von Text keine Leerzeichen mehr manuell hinzufügen oder löschen müssen. Die Funktionsweise ähnelt dem entsprechenden Feature in Microsoft Word.

„Tell me“-Funktion (Was möchten Sie tun?) – Aktualisiert

Wir analysieren die Suchvorgänge, die unsere Kunden mit der in SDL Trados Studio 2019 eingeführten Funktion „Was möchten Sie tun?“ durchführen. Besonders wichtig sind uns Suchbegriffe, die kein Ergebnis bringen und Sie nicht zum gewünschten Ziel führen. Neben diesen fehlenden Suchbegriffen haben wir auch Suchbegriffe für die neuen Funktionen hinzugefügt, z. B. die neuen Dateitypen.

Verbesserungen im Hintergrund: Änderungen an APIs in SDL Trados Studio 2019 SR2

Wir haben nicht nur all diese benutzerorientierten Funktionen hinzugefügt, sondern auch sehr intensiv daran gearbeitet, unsere APIs (Application Programming Interfaces) zu verbessern. Diese werden von Entwicklern bei Drittanbietern genutzt, um Studio auf vielfältige Weise zu erweitern. Da es zu diesem Thema noch eine Menge mehr zu sagen gibt, haben wir die damit verbundenen Änderungen in einem separaten Blog beschrieben. Lesen Sie dort mehr dazu.

Zusammenfassung

Ich persönlich freue mich sehr über die Verbesserungen in Service Release 2, denn zum einen helfen sie unseren Kunden, flexibler zu arbeiten, und zum anderen ebnen sie den Weg für eine Zukunft, in der immer mehr Kunden SDL Language Cloud nutzen werden. Durch diesen Wandel können wir cloudbasiertes Übersetzungsmanagement mit dem führenden Tool zur Steigerung der Übersetzungsproduktivität kombinieren –und das bietet sonst niemand auf dem heutigen Markt. Wir freuen uns auf Ihr Feedback zu diesem Service Release!