SDL Studie ergibt: Trotz aller Vorteile für Kundenbindung und Chancen führen viele Unternehmen noch immer keine Digital-First-Globalisierungsstrategien ein

80 % der Befragten planen eine globale Expansion in den nächsten drei Jahren, doch nur ein Drittel würde eine Digital-First-Strategie implementieren

Aus einem heute von SDL (LSE: SDL), einem Marktführer im Bereich globales Content Management, Übersetzung und Digital Experience, veröffentlichten Bericht geht hervor, dass die meisten Marken auch weiterhin die Vorteile einer Digital-First-Globalisierungsstrategie außer Acht lassen und sich stattdessen beim Erschließen neuer Märkte auf ein lokales Vertriebsteam stützen. 

Die Antworten auf die Umfrage von SDL zu Digital-First-Globalisierungsstrategien belegen, dass 80 % der befragten Unternehmen weltweite Expansionspläne für die nächsten zwei bis drei Jahre haben. Rund ein Drittel der Unternehmen plant, in bis zu drei Länder zu expandieren; weitere 30 % streben eine Expansion in bis zu sechs Länder an. 

Der Bericht zeigt auf, dass viele Unternehmen die Vorteile einer Digital-First-Globalisierungsstrategie kennen: geringere Risiken bei der Umsetzung und potenziell schnelleres Wachstum in einem neuen Markt. Trotzdem priorisieren zwei Drittel der Befragten zunächst den Einsatz lokaler Vertriebsrepräsentanten. Dies steht im Widerspruch zu dem hohen Wert, den die Befragten ihren Inhalten beimessen: Sie geben mehrheitlich an, dass Inhalte zu einer höheren Kundenzufriedenheit und -bindung, einer besseren Customer Experience und Markenkonsistenz sowie zu höheren Umsätzen beitragen. 

„Globale Unternehmen behindern ihre Expansionspläne, indem sie sich auf einen vertriebsorientierten Ansatz konzentrieren, bevor sie die Anforderungen ihrer Kunden verstehen. In einer digitalen Welt ist die Verbesserung der Customer Experience und der Reichweite durch relevante, kulturell nuancierte und lokalisierte Inhalte von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg“, so Thomas Labarthe, Chief Revenue Officer, SDL. „Dennoch haben viele Unternehmen noch keine Digital-First-Globalisierungsstrategien implementiert und laufen somit Gefahr, sich die enormen Vorteile entgehen zu lassen, die personalisierte Inhalte in der Sprache des Kunden für die Vertriebspipeline in neuen Märkten bringen.“ 

Mehr Inhalte, mehr Sprachen, weniger Zeit 

Bei der Auswertung der Antworten kristallisierten sich drei wesentliche Content-Strategien globaler Unternehmen heraus: Steigerung der Inhaltsvolumen, Übersetzung in mehr Sprachen sowie schnellere Übersetzung von mehr Inhalten. 40 % der Befragten erwarten in den nächsten zwei Jahren einen Anstieg der Inhaltsvolumen um mehr als 30 %. Rund 40 % der Inhalte eines Unternehmens müssen innerhalb von 24 Stunden übersetzt werden, und die Nachfrage nach kürzeren Bearbeitungszeiten ist im Rechts-, Werbe- und Marketingbereich größer als bei anderen Arten von Inhalten. 

Welche Herausforderungen sich den Unternehmen dabei stellen, zeigt sich unter anderem darin, dass die befragten Unternehmen externe digitale Inhalte durchschnittlich in etwa 15 Sprachen produzieren. Bei Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 500 Mio. und 1 Mrd. US-Dollar sind es sogar 21 Sprachen. Unternehmen in regulierten Branchen mit ständig neuen, strengen Anforderungen stellen externe digitale Inhalte in mehr Sprachen bereit als Unternehmen in nicht regulierten Branchen. Interne digitale Inhalte werden von Unternehmen im Durchschnitt in mehr als 12 Sprachen bereitgestellt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, nutzen Unternehmen im Durchschnitt mehr als 14 Content-Datenbanken. 

Fast drei Viertel (70 %) der Unternehmen gaben an, dass sie Inhalte auf der Grundlage demografischer Daten personalisieren können. 64 % können Inhalte basierend auf der Verhaltenssegmentierung personalisieren, und 55 % verwenden Mitarbeiterdaten zur Personalisierung. 

In mehr als 70 % der Fälle erfolgt die Entscheidung für die globale Expansion auf der obersten Führungsebene. Es besteht jedoch eine klare Diskrepanz: 60 % der Befragten auf Geschäftsführungsebene sind der Ansicht, dass die Bereitstellung von Inhalten unternehmensweit konsistent erfolgt, doch unter den Befragten auf VP- und C-Ebene, die direkt mit der Umsetzung der Strategie befasst sind, waren es nur 45 %. 

„Die Entwicklung autonomer Content-Wertschöpfungsketten für die Bereitstellung personalisierter Inhalte in mehreren Sprachen und auf jedem Gerät ist eine entscheidende Komponente jeder globalen Wachstumsstrategie. Unternehmen stoßen jedoch auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung ihrer Pläne, wenn es an geeigneter Planung und Unterstützung für die digitale Globalisierung mangelt. Allzu oft ist die Customer Experience über verschiedene Plattformen und Regionen hinweg lückenhaft“, so Thomas Labarthe, Chief Revenue Officer, SDL. „Durch Investitionen in maschinelle Übersetzung und Automatisierungstechnologien sowie in Services, die nuancierte Inhalte ermöglichen, können globale Unternehmen Inhalte schnell übersetzen und personalisieren, um sicherzustellen, dass die Wirkung der Inhalte weltweit maximiert wird.“ 

Kantar führte die Umfrage im Namen von SDL unter mehr als 300 Führungskräften durch, um deren Erkenntnisse zur Entwicklung der Digital-First-Umgebung zu sammeln. Diese Führungskräfte wurden gebeten, ihre Strategien sowie die Stärken und Schwächen ihrer Unternehmen zu bewerten und die Trends zu beschreiben, die ihre digitale Zukunft definieren. Die Befragten arbeiteten in den Bereichen Marketing, Lokalisierung, IT oder digitale Transformation in einer Vielzahl von Branchen. 

Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden.

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