Die französisch-deutsch-spanische Firmengruppe Eurocopter, weltweit größter Hersteller von Hubschraubern, setzt am Standort Donauwörth die Translation Management-Lösung von SDL Trados ein, um die Übersetzung der Technischen Dokumentation rationeller zu gestalten.
Die EADS-Tochter liefert jedes Jahr eine steigende Anzahl ziviler und militärischer Hubschrauber aus, die auftragsbezogen dokumentiert werden müssen, wodurch das Volumen an Übersetzungen steigt. Durch den Einsatz der SDL-Lösungen ist der Hubschrauberhersteller bis zu dreimal schneller bei der Abwicklung von Übersetzungsprojekten und spart bis zu 50 Prozent der Übersetzungskosten.
Eurocopter ist eine hundertprozentige Tochter von EADS, die an sieben Entwicklungs- und Fertigungsstandorten in Frankreich, Deutschland und Spanien über 13.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der konsolidierte Umsatz der Firmengruppe stieg im letzten Jahr um 7,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Davon entfielen 55 Prozent auf die Produktion von Hubschraubern, 32 Prozent auf das Wartungsgeschäft und 13 Prozent auf andere Aktivitäten. Unter anderem beliefert die EADS-Tochter ihre große „Schwester“ Airbus mit Türsystemen, Notausstiegen und Frachtluken. Die Technische Dokumentation für die zivilen und militärischen Hubschrauber wird am Hauptsitz der Gruppe im französischen Marignane, in Donauwörth und im spanischen Albacete erstellt, wobei jeder Standort für bestimmte Baureihen zuständig ist. Übersetzt wird die Technische Dokumentation normalerweise von externen Partnern, es sei denn, es handelt sich um inhaltlich oder zeitlich kritische Dokumente, die von den fünf hausinternen Übersetzern bearbeitet werden.
Die SDL-Lösung, bestehend aus Translation Management, Projekt-Management-Plattform und Terminologie-Datenbank, ersetzt bei Eurocopter eine Einzelplatz-Lösung mit dezentralen Translation Memories, auf die nur die jeweiligen Anwender zugreifen konnten und die zudem den Nachteil hatte, dass die extern übersetzten Inhalte nicht erfasst wurden. Mit der Einführung einer serverbasierten Lösung, die man auch den externen Partnern zur Verfügung stellen kann, wollte das Unternehmen das Übersetzungs-Know-how wieder ins Haus zurückholen. „Ein großer Vorteil hierbei ist, dass das Übersetzungs-Know-how bei der Fremdvergabe im Haus bleibt“, erklärt Hubert Reiter, der bei Eurocopter in der Technischen Dokumentationfür die Auswahl und Betreuung der Werkzeuge und Methoden zuständig ist.
Eurocopter verabschiedet gerade eine konzernweite Translation Policy, die unter anderem festlegt, welche Informationen intern und welche extern übersetzt werden. Voraussetzung dafür ist ein gemeinsames Translation Management, weshalb die SDL-Lösung auch an den anderen Standorten eingeführt werden soll.
Derzeit nutzen 30 bis 40 Anwender die SDL-Lösung über Abteilungs-, Standort- und Unternehmensgrenzen hinweg.
Die serverbasierte Workflow-Lösung SDL TeamWorks trägt maßgeblich dazu bei, die Abwicklung der Übersetzungsprojekte zu beschleunigen. Reiter schätzt, dass sich der Zeitaufwand für die Übersetzung eines komplett neuen Flug- oder Servicehandbuchs durch die bessere Wiederverwendung der Inhalte und die effizientere Verteilung der Aufgaben von drei Monaten auf vier Wochen reduzieren lässt. Die Übersetzungskosten haben sich durch den Einsatz des serverbasierten Translation Managements und der Terminologie-Datenbank um bis zu 50 Prozent reduziert. Gleichzeitig leistet das Terminologie-Management eine wertvolle Hilfe bei der Sicherstellung der Übersetzungsqualität und sorgt für eine stärkere Vereinheitlichung der Dokumentation.
„Die Unternehmen in der Fertigungsindustrie stehen vor dem Dilemma, dass sie aus Zeitgründen und mangels eigener Ressourcen sehr viele Übersetzungsprojekte an externe Dienstleistungspartner vergeben müssen; gleichzeitig wollen sie aber das in den Übersetzungen steckende Know-how nicht aus der Hand geben“, erläutert Keith Laska, Vice President SDL TRADOS Technologies. „Die serverbasierte Translation Management-Lösung von SDL hilft ihnen dabei, dieses Dilemma zu lösen. Mit SDL TeamWorks kontrolliert der Auftraggeber, welche Inhalte bereits übersetzt sind und stellt sie seinen externen Partnern zur Verfügung. Eingehende Übersetzungen werden automatisiert in ihre Translation Memories eingespielt, so dass sie für künftige Projekte genutzt werden können. Das reduziert die Abhängigkeit vom Übersetzungs-Know-how der Dienstleistungspartner.“
Weitere Informationen über SDL TeamWorks 2008 finden Sie unter www.sdl.com/teamworks.