Weniger als ein Viertel der amerikanischen Unternehmen ist in der Lage, ein konsistentes mehrsprachiges Online-Angebot für seine Kunden bereitzustellen. Dies geht aus einer Studie von Forrester Consulting im Auftrag von SDL, dem führenden Anbieter für globales Informationsmanagement, hervor.
Im Vergleich zu den europäischen Wettbewerbern ist nur die Hälfte der amerikanischen Marketingmitarbeiter der Auffassung, dass die Markenwerte ihres Unternehmens in allen angebotenen Sprachen adäquat transportiert werden. Dementsprechend erachten nur 24 % der amerikanischen Marketingmitarbeiter die Kundenerfahrung als in allen Sprachen konsistent; in Europa hingegen sind dies 54 %.
35 % der Befragten sehen Sprach- und Übersetzungsprobleme als größtes Hindernis für die effektive Verwaltung von Inhalten auf globalen Märkten, während wiederum 35 % kulturelle Unterschiede dafür verantwortlich machen.
„Unternehmen – insbesondere mit Sitz in den USA – die ihre Geschäfte auf globale Märkte ausweiten, sind nicht überzeugt davon, dass ihre Markenwerte in allen angebotenen Sprachen konsistent transportiert werden,“ so Forrester Consulting. „Bei der Expansion auf globale Märkte müssen Marketingmitarbeiter daher konsistent dieselben Technologien und Prozesse für alle Regionen einsetzen und Schlüsselfähigkeiten entwickeln, um Markenkonsistenz und effektives Content Management zu gewährleisten.“
„Ganz offensichtlich war Globalisierung bislang ein zweischneidiges Schwert für amerikanische Unternehmen,“ so Chris Boorman, CMO bei SDL. „Durch das Internet mögen heutzutage zwar keine wirklichen Marktgrenzen mehr existieren, doch das Wissen um kulturelle und linguistische Unterschiede ist wichtiger denn je.“
„Dass so wenige amerikanische Unternehmen bisher im Stande waren, ihren Marken auf globaler Ebene eine konsistente Darstellung zu verleihen, obwohl ihnen die Bedeutung kultureller Unterschiede als schwer zu überwindender Stolperstein bewusst ist, offenbart den inhärenten Pessimismus der amerikanischen Geschäftswelt in Bezug auf dieses Thema,“ erläutert Boorman. „Amerikanische Unternehmen wissen zwar um die Schwierigkeiten bei der Expansion auf ausländische Märkte und nehmen diese in Kauf, sind dabei aber offensichtlich nicht gewillt, die strategischen Entscheidungen zu treffen, die für eine erfolgreiche Teilnahme am Welthandel unbedingt erforderlich sind.“
„Europäische Unternehmen hingegen nehmen die Herausforderungen des internationalen Markenmanagements weit optimistischer wahr,“ so Boorman weiter. „Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Beinahe ein Drittel aller befragten europäischen Unternehmen rechnet damit, mehr als die Hälfte seiner Gesamteinnahmen auf ausländischen Märkten zu generieren.“